Lungenfunktion

    Mit Hilfe der Testung der Lungenfunktion lassen sich vorliegende Störungen objektivieren und quantifizieren. Es können sowohl bronchiale, als auch pulmonale Erkrankungen diagnostiziert werden und gegen Erkrankungen des Herzens abgegrenzt werden. Zudem sind Verlaufskontrollen möglich.

    Das Testen der Lungenfunktion hat ihren besonderen Stellenwert bei präoperativen Untersuchungen, sportmedizinischen Tests, insbesondere auch bei der Tauchtauglichkeitsuntersuchung, bei Erkrankungen der Lunge (chronische Bronchitis, Asthma bronchiale, hyperreagibles Bronchialsystem, u.a.), Verlaufsbeobachtung des Therapieeffektes und des Krankheitsverlaufes, beruflicher Belastung (Staub) und Beobachtung der Nebenwirkung von Medikamenten. Es werden dabei unter anderem folgende Parameter bewertet: Vitalkapazität (= Lungenvolumensdifferenz zwischen maximaler Aus- und Einatmung), Volumen, das in der ersten Sekunde ausgeatmet werden kann (FEV1 und FEV1 %), die PEF (maximale exspiratorische Strömungsgeschwindigkeit – Selbstmessung mit Peakflowmesser möglich!) und die Fähigkeiten der Belüftung der großen, mittleren und kleinen Bronchien. Durch die Broncholyse (Einatmung einer bronchienerweiternden Substanz) können insbesondere differentialdiagnostische Überlegungen bezüglich chronischer Bronchitis, hyperreagiblem Bronchialsystem und Asthma bronchiale gestellt werden.

    Das Lungenröntgen dient, im Gegensatz zur funktionellen Untersuchung durch die Lungenfunktionstestung, der anatomischen Beurteilung des Lungengewebes (Entzündungsprozesse, Ödeme, Tumore u.a.).

    Als Basisuntersuchung durch den Arzt gelten immer noch die Auskultation (das Abhören mit Hilfe des Stethoskops) und die Perkussion (das Abklopfen). Hier werden vor allem die Atemgeräusche und die Klopfschallqualität beurteilt, die wiederum durch Entzündungsprozesse, Tumore, Pneumothorax, Ödeme, allergische Reaktion oder anderes verändert sein können.